Die Idee, qualitativ einwandfreie, aber überschüssige Lebensmittel einzusammeln, und an bedürftige Menschen weiterzugeben, stammt ursprünglich aus den USA. In New York wurde 1983 ein Projekt namens „City Harvest" ins Leben gerufen, das sich erstmals mit dem Problem der Lebensmittelüberschüsse befasste.
10 Jahre später, also im Jahre 1993 wurde in Berlin die erste Tafel in Deutschland gegründet. Viele weitere folgten in den darauffolgenden Jahren. Heute gibt es über 700 Tafeln in Deutschland.
In Düren hatte Wera Hergersberg 1997 die Idee, eine Tafel zu gründen. Sie sprach einige Interessierte an, so dass im Mai 1997 die „Dürener Tafel e.V." ins Leben gerufen wurde. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Wera Hergersberg als 1. Vorsitzende, Bärbel Sauer, Margret Müller und Hilde Breuer. Wera Hergersberg führte den Vorsitz 4 Jahre lang und übergab dann an Hilde Breuer, die die Tafel ebenso lange führte. Unser heutiger Vorsitzender ist Jürgen Osborg-Schmitz, der sich auch schon in seiner 2. Amtsperiode befindet.
Zu den ersten Lieferanten zählte die Firma Fuchs-Brot, viele weitere folgten. Zunächst holte man mit dem Privatwagen die Lebensmittel ab. Nachdem die Dürener Tafel dem Bundesverband „Deutsche Tafeln e.V." beigetreten war, gelang es, durch deren Vermittlung ein von Daimler-Chrysler gesponsertes Fahrzeug zu erhalten.
Auch wurde ein Lager in Düren-Gürzenich angemietet, da ein Raum benötigt wurde, in dem die Ware zwischengelagert werden konnte. Die Anzahl der Bedürftigen wurde im Laufe der folgenden Jahre immer größer. Zu Beginn lieferte man den bedürftigen Familien die Lebensmittel nach Hause, doch dies ist heute nur noch in Ausnahmefällen möglich. Inzwischen haben wir in Düren und Umgebung viele Ausgabestellen eingerichtet, an denen uns unsere Kunden erwarten und wir unsere Waren abgeben.
Im Jahre 2006 konnten wir dank vieler großzügiger Spenden ein neues, größeres Fahrzeug anschaffen. Durch eine großzügige Spende der Volksbank Euskirchen erhielten wir im Dezember 2006 außerdem ein zweites Fahrzeug, einen Renault Kangoo, mit dem wir viele zusätzliche Fahrten erledigen können, um noch flexibler in der Abholung der Waren zu sein.
Im Juli 2007 beziehen wir ein neues Lager in der Ottensgasse in Norddüren, da unser bisheriges Lager zu klein wurde. Inzwischen bedienen wir 1700 Menschen wöchentlich mit Lebensmitteln.

